Hätte, wenn und aber .... man merkt es bereits: wir hatten uns da anscheinend etwas viel vorgenommen.
Wir fuhren am Freitag den 01.08. zudritt um kurz nach eins aus Manresa los; ein Kumpel Xavis namens Jordi war noch dabei. Um etwa 18 Uhr waren wir an den Baños de Panticosa auf etwa 1600 Höhenmetern und aufbruchbereit, nachdem die beiden noch ziemlich lange ihre Rucksäcke neupacken mussten. Da dort gerade ein grosser, hässlicher Hotelkomplex gebaut wird und dort alles total umgewühlt ist, fanden wir etwa 30 Minuten lang keinen Weg aus der Baustelle heraus, bevor es dann wirklich losging.
Noch bevor es richtig hell wurde wachten wir ohne Wecker auf. Dem Jordi hat sein erstes Biwack nicht gefallen - scheinbar hatte seine (aufblasbare) Isomatte ein Loch und er konnte wegen eines kalten Rückens nicht schlafen. Ich hatte die Nacht jedoch genossen wie nie zuvor. Ein bisschen warm war es mit dem Fliesspullover im Daunenschlafsack, doch ist das immernoch besser als zu frieren.
So legten Xavi und ich los.
Nun sah der Plan vor, vom Garmo Negro zur Aguja de Pondiellos zu steigen, und von dort aus über einen Grat doch noch zum Collado de Pondiellos zu gelangen. Jordi sagte zu, zum Collado mitzukommen, von dort jedoch abzusteigen. Laut des bereits erwähnten Routenplanerbuches hatten wir nun den schwierigsten Schritt vor uns, den wir ausserdem absteigend in entgegengesetzter Richtung tätigen wollten.
Erst als wir wieder zusammen waren sprachen wir über die Möglichkeit, uns getrennt von unseren Rucksäcken in die Bresche abzuseilen, und doch noch den Ausflug wie geplant fortzusetzen, doch schien es den beiden mittlerweile ohnehin schon zu spät zu werden, wobei für Jordi ohnehin feststand, dass er keine weiteren Gipfel mehr machen wollte.
Wir kehrten also um und begannen den Abstieg ins Tal. Jordi hatte von Anfang an starke Schmerzen in den Füssen und dadurch bedingt grosse Probleme aber auch mir tat etwa ab der Hälfte des Weges ganz besonders mein rechter Fuss weh, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels durch einen roten Fleck unter dem Zehnagel des grossen Zehs auszeichnet. Der Abstieg ist ohnehin bekannt dafür, körperlich ziemlich zehrend zu sein, denn es geht relativ steil über 1400 Höhenmeter hinab. Das ist zwar schnell, kann mitunter aber auch ziemlich nerven. Die von uns verfolgten Steinmännchen nahmen einen anderen Weg, als den, den wir aufgestiegen waren. Dieser führte zunächst unterhalb unseres eigentlichen Ziels, dem Collado de Pondiellos, vorbei, und erst an der nicht verzeichneten Abzweigung des Vortages kamen wir auf den uns bekannten Pfad. Nun wussten wir auch, warum wir unser Ziel verfehlt hatten. Bei dem Abzweiger handelt es sich um den Weg, der laut Karte erst auf 2700m liegen sollte...
Jordi benutzte zum Schluss Xavis Wanderstöcke als Krücken und wartete unten an den Baños auf uns, während wir sein Auto holten um ihn einzuladen. Er hat von dem Ausflug bestimmt nicht allzu viel genossen.
Wir haben zwar leider nicht die Infiernos besteigen können, doch hat zumindest Xavi und mir der Ausflug trotzdem gute gefallen. Wenn wir das nächste Mal wiederkehren, dann machen wir die schönere Route, die an den Bachimaña-Seen vorbeiführt.
















