May 1, 2010

Fahrradtouren 2010

Mittlerweile erlauben es mir die zunehmend längeren Tage wieder, nach der Arbeit noch ein bisschen mit dem Fahrrad zu fahren. Da ich keine grossen Farradtouren mache, sondern nur zwischen einer und drei Stunden ein bisschen die Wege rund um Sant Vicenç erkunde, schreibe ich keinen Artikel über jede einzelne Tour, sondern aktualisiere stattdessen diesen Artikel. Manchmal habe ich das Mobiltelefon dabei und mache das eine oder andere Foto.

1. Tour 24.04.2010
Elisabet und ich testeten, ob wir noch wissen, wie man mit dem Fahrrad fährt.
Es ging zum Fluss, zur alten Keramikfabrik, zur roten Eisenbahnbrücke, zu Les Boades und wieder zurück.
Etwa 10km. Tiefster Punkt: 162m, Höchster Punkt: 218m

2. Tour, 25.04.2010
Heute fuhr ich in die andere Richtung. Bis zur Brücke über die Autobahn und nach rechts zur Rennstrecke Can Padro. Hinter dem Steinbruch fand ich einen viel versprechenden Weg, den ich noch nicht kannte. Er führte mich nach El Grau. Ich folgte ihm noch ein bisschen weiter und kehrte dann um.
Ca. 15km - Tiefster Punkt: 162m, Höchster Punkt: 320m
Castell de Castellbell

3. Tour, 26.04.2010
Das erste Mal in diesem Jahr, dass ich nach St. Jaume fuhr.
St. Jaume
Der Weg nach Sant Jaume ist der, der nach Osten führt
Etwa 17,2km - Tiefster Punkt: 162m, Höchster Punkt: 484m

4. Tour, 27.04.2010
Eine Rundtour nach Sant Jaume, von dort nach La Serra und zurück über die Viña nach St Vicenç - etwa 16,6km.
La Serra

5. Tour, 29.04.2010
Ich fuhr nach Can Padro und El Grau um den "neuen" Weg der 2. Tour weiter zu erkunden. Dabei fand ich eine Fortsetzung, die direkt nach La Serra führt, von wo aus ich übe die Viña zurückfuhr - etwa 16,7km.

6. Tour, 03.05.2010
Dieses Mal andersrum: über die Viña nach La Serra, von dort in Richtung El Grau, jedoch probierte ich einen anderen Weg links, der mich über die Carena dels Cellers endlich nach Rellinars führte. Nach zwei Jahren ohne ernsthafte Suche habe ich den Weg nach Rellinars gefunden! Zurück an Can Padro vorbei - etwa 27,5km.
Alte Fabrik in RellinarsIrgendwann mal
7. Tour, 04.05.2010
Über die Viña zum Ginebral. Dort probierte ich einen neuen Weg, der mich erst auf einen Felsen (la Popia) führte, den ich bereits von Relinars aus gesehen hatte, und von dem aus ich einen guten Überblick über die neu entdeckten Wege habe. An Cal Manel vorbei ging es wieder nach Rellinars. Von dort über Casajoana zum Coll Daví, zum Coll Gipó und zurück nach St. Vicenç - etwa 21km.
Normalerweise wahrscheinlich trockener Wasserfall nach regnerischem Tag

8. Tour, 05.05.2010
Dieses Mal andersrum, mit kleiner Variation: Viña, La Serra, Coll de Daví, Rellinars. An Can Padro vorbei nach Hause - etwa 25,8km. Sehr schöne Rundtour!
Tiefster Punkt: 170m, Höchster Punkt: 584m
Montserrat im Hintergrund
Sonnenuntergang an der Carena dels Cellers

9. Tour, 07.05.2010
Variation meiner Normaltour der beiden letzten Jahre: Sant Jaume, Coll de Gipò, Steinbruch, St. Pere - etwa 18km.
Camí Ral von St. Jaume zum Coll de Gipó (Blick zurück in Richtung Sant Jaume)

10. Tour, 23.05.2010
Nach dem Desaster der Fahrradtour nach Terrassa, die Xavi und ich letztes Jahr unternahmen, und für die wir 6 Stunden brauchten, kann ich nun einen Erfolg verzeichnen. Nach nur 2,5 Stunden die mich durch den Naturpark führten, kam ich in Terrassa an. Stationen des Weges: Coll de Gipò, Coll de Daví, Coll de Correu, Paller de tot l'Any, Coll dels 3 Creus, Salari de l'Alzina, Terrassa - laut ICC etwa 28km. Zurück nach Hause fuhr ich mit dem Zug. Insgesamt brauchte ich 3,5 Stunden. Traumhaft!

Tiefster Punkt: 170m, Höchster Punkt: 872m
Castellsapera und den Mond im HintergrundDer Paller de tot l'Any (ganzjähriger Strohhaufen) mit dem Montserrat im Hintergrund

11. Tour, 26.05.2010
Ich fuhr zum Coll de Daví, wo ich das Fahrrad im Wald versteckte und einen Weg zu einem Haus namens Mata-Rodona suchte, der auf meine Wanderkarte nicht verzeichnet ist, den ich aber auf einer anderen Karte gesehen hatte. Das Haus liegt auf der anderen Seite des dicht bewaldeten, fast 200m tiefen Tales. Ich fand den Weg, folgte ihm hinab, kreuzte den Bergbach (an dem erstaunlicherweise eine Vielzahl von Fröschen quakte) und fand auch den Weg hinauf, der allerdings nicht direkt am Haus herauskam, sondern zu einer nah gelegenen Kapelle namens Mare de Deu de la Concepció führt, die ebenfalls wiederum etwa 200 Meter über dem Tal liegt.
Mare de Deu de la Concepció
Der Aufweg jedoch war teilweise mit dornigem Gestrüpp zugewachsen. Bei Matarodona machte ich dann ein paar Fotos bevor ich mich fix auf den Rückweg begab, da es bereits anfing dunkel zu werden.
Bei Mata-Rodona
Der gefundene Weg nach Mata-Rodona ist mit dem Fahrrad auf genussvolle Weise leider nicht möglich, was eine Rundtour in diese Richtung zur Zeit noch nicht ermöglicht. (Ideen für eine Alternative habe ich aber schon)

12. Tour, 01.06.2010
Ich fuhr zunächst zum Coll de Daví und von dort weiter in Richtung Coll de Correu zur kleinen Höhle am Wegesrand, die Elisabet und ich zwei Tage vorher "entdeckt" hatten. Nach dem Ausleuchten sieht es so aus, dass sie nur 5m tief ist und abrupt endet

13. Tour, 10.06.2010
Ich fuhr zunächst zu St. Jaume, dann auf die andere Seite runter ins Tal, dort suchte ich die Betonkurve, folgte der Piste und fuhr zu "el Farell". Von dort an "Can Padre" vorbei wieder zurück. Für's letzte Stück nach Hause nahm ich die Landstrasse.
El Farell
Die Strecke zum "Farell" (hin & zurück ca. 30km)
Da es bis St Jaume (539m) bergauf geht, dann bis ins Tal (265m) bergab, zum Farell (462m) wieder bergauf und auf dem Rückweg die gleichen Punkte angefahren werden, beträgt der akkumulierte positive Höhenunterschied mehr als 850m.

14. Tour, 23.06.2010
Es handelt sich um eine Verlängerung der 13. Route, da ich unter Anderem nochmal zum Farell zurückwollte um ein paar Bilder zu machen. Ausserdem fuhr ich weiter bis Puigdoure, was ich selbst noch gar nicht kannte.
Da ich nichts zu Trinken dabei hatte, stattete ich der "Font de St. Jaume" einen Besuch ab
Puigdoure
Die Sicht vom Coll de Creu in Richtung Mura
Puigdoure liegt auf etwa 660m Höhe.

15. Tour, 26.06.2010
Eine Sache die ich eigentlich schon gern letztes Jahr gemacht hätte, war La Morella zu besteigen - einen markanten 648m Gipfel am Coll de Daví.
Sicht von La Morella in Richtung Mata-Rodona und Puigdoure
16. Tour, 27.08.2010
Kurze Tour zur Ceràmica und fast bis St. Pere de Vallhonesta.
17. Tour, 30.08.2010
Sant Jaume de Vallhonesta.
18. Tour, 30.10.2010
Am Farrell vorbei bis zur Kette kurz vor Mata-Rodona.
19. Tour, 01.11.2010
Nach Puigdoure und zurück.

Apr 18, 2010

L'Avenc del Pi Rodò, Coves de Masiet

Am vergangenen Samstag fuhr ich mit Joan früh morgens nach La Riba, in der Nähe von Reus, wo wir uns in einer Bar mit David, Ivàn und Eva trafen. Nach dem Frühstück begaben wir uns von David geführt zu einem Parplatz in der Nähe des Avenc del Pi Rodò, wo wir uns als Höhlengänger verkleideten.
Leider musste ich feststellen, dass ich meinen Helm zu Hause vergessen hatte. Zum Glück konnte David mir jedoch eine Stirnlampe leihen, so dass meine einzigen Sorgen Steinschlag und Stösse gegen die Höhlenwand sein sollten, denn verpassen wollte ich die Höhle wegen des vergessenen Helms auf keinen Fall. Um zumindest die Wahrscheinlichkeit des Steinschlags zu minimieren, beschloss ich, mich als letzter einzuseilen und die Höhle als Erster wieder zu verlassen, denn wenn Steine fallen, so passiert dies fast ausschliesslich aus Unachtsamkeit anderer Personen.

Im Wirrwar der Vegetation war die Höhle nicht einfach zu finden, doch lohnte sich die Suche, denn bereits in einigen Metern Tiefe sahen wir schöne Tropfsteinformationen, von denen uns David zwar berichtet hatte, die wir jedoch dennoch nicht erwarteten, da die Höhle tektonischer Herkunft ist. Wegen der vielen Zwischeninstallationen benutzten wir zwei 60m Seile um den tiefsten Punkt auf -76m zu erreichen, wobei das zweite Seil knapp bemessen war, weshalb es durchaus empfehlenswert ist, ein paar Meter mehr einzuplanen.In etwa 35m Tiefe ist eine Engstelle zu überwinden, die man am Besten mit den Füssen voran angeht, was jedoch auch nicht ganz leicht ist, da sich die weiteste Stelle des Loches in etwa 1,5m Höhe befindet. Bis alle von uns diesen Punkt überwunden hatten, gab es für jeden genug zu lachen und komischerweise hatte ich sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg das Gefühl, das es hinter jenem Punkt viel wärmer war. Relativ schnell machten wir uns wieder an den Aufstieg, denn es wartete noch eine weiter Höhle auf unseren Besuch. Nach kurzer Autofahrt und einer Kleinigkeit zu Essen machten wir uns auf den Fussweg zur Höhle "Coves de Masiet". Auch hier brauchten wir ein wenig länger um einen der Eingänge zu finden. Wir erwarteten, die gesamten 521m Länge der Höhle begutachten zu können, mussten jedoch nach bereits 50m feststellen, dass sich die Höhlendecke dem Boden dermassen annähert, dass uns ein Weiterkommen unmöglich war. Nach einer Weile des Kriechens um vielleicht doch noch einen "Weg" zu finden, beschlossen wir, uns an die Suche nach einem der anderen Eingänge zu machen, wobei ich zugegebenermassen der am wenigsten motivierte Teilnehmer war (im krassen Gegensatz zu Ivàn). Trotz seines Entdeckerdrangs war es auch Ivàn unmöglich im dichten Dschungel ein weiteres Loch im Boden auszumachen, so dass wir nach einer Weile beschlossen wieder die Bar in La Riba aufzusuchen. Gut gestärkt und einander besser kennengelernt ging es nach einem weiteren erfolgreichen Höhlentag wieder nach Hause.
(Sämtliche Fotos habe ich Joans Blog entnommen)

Apr 11, 2010

Mina de Can Bugunyà

Am Sonntag besuchte ich mit Bengo, Ignazi, Núria, Ferran und Jordi eine verlassene Gipsmine in Vallirana. Die Mine von Can Bugunyà wurde laut Bengo wahrscheinlich bereits seit Jahrhunderten auf nicht industrielle Weise von den Einwohnern Valliranas betrieben, bis sie in den Wirren des spanischen Bürgerkriegs vom republikanischen Militär als Munitionsdepot benutzt wurde. Gerüchte sagen, dass die Munition bei Heranrücken der frankistischen Truppen gesprengt wurde. Da Bengo reges Interesse an alten militärischen Anlagen hat, und dieses noch stärker ist, wenn sie sich unterirdisch befinden, organisierte er den kleinen Ausflug.
Wir konnten sehr nah an der Mine parken und gelangten nach kurzer Zeit zu einem Gipsofen, in dem das in der Mine gewonnene Mineral (ebenfalls laut Bengo) zu Gips gebrannt wurde. Ein schmaler, kurzer Pfad führte uns vom Ofen durch dichte Vegetation zu einem grossen Loch im Berg - dem Eingang zur Mine.Noch im Eingangsbereich geht vom Hauptsaal eine Seitengalerie ab, der man bei eingehender Betrachtung ansieht, dass sie vor geraumer Zeit weiss gestrichen wurde, was Bengo vermuten lässt, dass in ihr Champignons gezüchtet wurden, nachdem die Mine bereits stillgelegt. Nach etwa 20 Metern endet die Galerie nicht mit einer Wand, sondern mit einem Sandberg, dem man ansieht, dass er durch ein Loch in der Decke eingedrungen ist. Wahrscheinlich wurde dort das Gipsgestein durchbrochen, so dass der Sand eindringen konnte. Die Hauptgalerie dringt etwa 50m tief in den Berg vor. Wo sie endet sind ihre Wände, wie auch die Decke schwarz gefärbt, was sich leicht mit den Resten des ausgebrannten Autowracks in Verbindung bringen lässt, dass dort jemand vor langer Zeit vergessen zu haben scheint. Heutzutage wäre es nicht nur wegen der Vegation ausserhalb der Mine unmöglich, mit einem Auto hineinzufahren, sondern vor Allem wegen der an vielen Stellen von der Decke herabgestürzten Felsen.Eine Suche im Internet führte mich zu Felix Alabarts Fotoblog, in dem das bereits ausgebrannte Vehikel auf einigen Bildern noch einigermassen vollständig zu sehen ist.

Auch am Ende der Hauptgallerie ist durch die Decke Sand eingebrochen, es gibt jedoch noch einen weiteren Seitenarm, der etwa 30 weitere Meter in den Fels stösst. Hier sind sehr schön Werkzeugspuren zu sehen, die vermuten lassen, dass Eisenstangen dreieckigen Querschnitts zunächst manuell in das Gestein getrieben wurden um es dann mit Hebelwirkung herauszubrechen.Letztendlich war es zwar interessant diese künstliche Höhle besuchen zu können, doch war zumindest Bengo etwas enttäusch, da nichts darauf hindeutete, dass dort jemals Munition zur Explosion gebracht wurde, was man heute zumindest in Form von Schrapnell - Impakten im Fels sehen können sollte.

Auf dem Rückweg zum Auto traf ich überraschenderweise auf David, Núria und deren Tochter, die über Facebook's GEXXI-Seite von unserem wussten, und beschlossen hatten ebenfalls nach Vallirana zu fahren.

Apr 6, 2010

Delta de l'Ebre

Windschatten
Am vergangenen Dienstag fuhren Lisa und ich ins Ebrodelta, welches eines der grössten Flussdeltas Europas und seit 1983 teilweise zum Naturpark erklärt ist. Überregional bekannt ist es durch seine grosse ornithologische Artenvielfalt und den dort praktizierten Reisanbau. Wir residierten bis zum Donnerstag auf dem sehr empfehlenswerten Campingplatz L'Aube.
Da wir erst gegen 22.30 Uhr auf dem Campingplatz ankamen, reichte es am Dienstag nur für eine für Gaskocherverhältnisse sehr schmackhafte Reispfanne mit Pilzen, Zwiebeln und frischen Artischocken, sowie einem Nachtspaziergang zum nah am Campingplatz vorbeifliessenden Fluss Ebro.
Am Mittwoch mieteten wir dann ein Tandem und versuchten uns an einer Fahrradroute, die wir im Internet gefunden hatten.
Auf Stegen über Sand
Auch wenn es meist unmöglich war den korrekten Weg zu finden, machten wir dennoch eine sehr schöne Fahrradtour. Hätte das Rad eine funktionierende Gangschaltung gehabt, so hätte es nicht Not getan die ganze Zeit im höchsten Gang zu fahren, und wir hätten die Tour (besonders in Gegenwindmomenten) noch mehr genossen.
Die Ebromündung
Route führte uns zunächst am Fluss entlang zur Flussmündung, von dort an einer Vielzahl von Vogelguckständen vorbei zum Strand bei Riumar und auf schmalen Pfaden durch weitläufige Reisfelder hindurch ins Dorf Deltebre, wo wir auf einem Restaurantschiff eine leckere Paella aassen.
In einer der VogelguckstationenRestaurantschiff auf dem Fluss
Mandarinensorbet zum Nachtisch
Der Rückweg führte uns an der Bassa del Canal Vell - einer Lagune - vorbei, an der wir von einem Ausguck aus eine Weile die weidenden Flamingos beobachteten. Durch weitere Reisfelder gelangten wir zunächst zum Yachthafen von Riumar und wieder zurück zum Campingplatz. Statt der vorgesehenen 32 Kilometer machten wir wahrscheinlich etwa 40, da wir uns oft verfuhren und gegen Ende des Tages in eine seeehr lange Sackgasse gerieten. Um aus dieser wieder heraus zu gelangen mussten wir gegen den Wind ankämpfen, was uns fahrend nicht möglich war - und schiebend brauchten wir über eine Stunde. Ohne Lisas Telefon mit integriertem GPS und Internetflatrate (Google Maps) hätten wir wahrscheinlich noch weitere Sackgassen besucht, die irgendwann in gefluteten Reisfeldern enden.
Geflutetes Reisfeld
Obwohl wir abends eigentlich ziemlich müde waren, uns der Hintern schmerzte und wir trotz Vorsorge leichte Sonnenbrände hatten, fuhren wir nach Amposta, wo wir zunächst eine Bar besuchten. Wir wurden gerade noch Zeugen des 0:2 von Barça gegen Arsenal, durch einen Knaller von Zlatan, mussten dann aber ansehen, wie Arsenal noch zum Ausgleich kam. (Habe ich eigentlich schonmal ewähnt, dass ich seit etwa einen Jahr einen Prozess durchlaufe, der scheinbar in einer Art Barça-Fanatik enden wird?)
Brücke über den Ebro in Amposta bei Nacht
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto nach El Fangar, von wo aus wir eine ziemlich lange Strandwanderung unternahmen, die uns zum Leuchtturm an der Punta de Fangar führte und während der wir uns mit Fotoschiessen und Muschelsammeln die Zeit vertrieben.
Strand, im Hintergrund an der Küste sieht man eventuell das Kernkraftwerk Vandellòs Geodätischer Punkt neben dem LeuchtturmElisabet auf einer sehr grossen Treppe
Nach einem Mittagessen, bestehend aus gedünsteten Miessmuscheln mit Romesco sowie einer Fideua (wie Paella aber mit Nudeln) besichtigten wir noch das Ökomuseum in Deltebre, aus dem wir um 18:00 Uhr rausgeschmissen wurden. Danach fuhren wir ein weiteres Mal nach Amposta, wo wir die Schlossruine begutachteten und typische Engelshaarküchlein kauften, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Ich habe das Gefühl, einen ganz guten Überblick über den nördlichen Teil des Flussdeltas bekommen zu haben. Dass nächste Mal sollte es also zum Südteil gehen. Besonders cool wäre es natürlich, mit einem Biologen in die verbotenen Bereiche des Naturparks zu gelangen, doch selbst Elisabet (als Biologin) hat da keine nützlichen Kontakte.

Mar 14, 2010

Montserrat Ubach komplett

Letzten Montag hatte es in Katalonien heftig geschneit, und in den bergigeren Gebieten lag auch eine Woche später noch eine recht ordentliche Schneedecke. Aus diesem Grund griff ich nicht auf meinen (für mich) neuen V40 zurück, als wir in Richtung St. Llorenç de Morunys aufbrachen um die Höhle "Avenc de Montserrat Ubach" auch genannt "Bofia de Torremàs" zu besuchen. Das war auch ganz gut so, denn auf der Piste, auf der wir den letzten Kilometer der Annäherung machten, dominierte kaltes Weiss. Mit Joans Pathfinder waren wir besser drauf vorbereitet.

Bevor wir jedoch zur Höhle gingen schaute unsere nicht ganz kleine Gruppe, bestehend aus JdC, Eva, Boris, zwei Davids, zwei Núrias, Vanessa, Antonio, Joan und mir beim Eigentümer der Finca vorbei, wo wir ein Papier ausfüllten, damit der Herr wisse, wer wann bei ihm zu Besuch war. Ausserdem beschrieb er uns, wie wir die Höhle finden und wo wir parken können. Diese Information hätte er uns jedoch besser nicht gegeben, denn wir verstanden sie falsch, so dass wir über eine Stunde lang an nicht korrekter Stelle im Schnee den steil abfallenden Weg zur Höhle suchten. Als wir ihn mit Hilfe eines GPS-Empfängers doch noch fanden, war es bereits recht spät und ich rechnete eigentlich nicht mehr mit einem erfolgreichen Höhlenbesuch. Ich alter Pessimist.

Den Abstieg zur Höhle sicherte David P. mit einem Seil, das er an einem toten, noch nicht ganz morschen Baum angebracht hatte. Als ich am Höhleneingang ankam, installierte Boris bereits den ersten Schacht und nach einer Weile des Wartens in guter Gesellschaft ging es auch für mich hinab in die Tiefe. Überaus hurtig fand ich mich in etwa 120 Metern Tiefe wieder, wo wir bei meinem letzten Besuch im August 2009 umgekehrt waren. In den letzten 3 Schächten war das Vorankommen dann etwas langsamer, dafür hatten wir jedoch mehr Zeit uns untereinander kennenzulernen. Um 15.30 waren wir mehr oder weniger alle am tiefsten Punkt der Höhle. Lediglich JdC machte den letzten Schacht nicht sondern widmete sich stattdessen weiter oben der Fotografie.Nach einer kleinen Stärkung ging es wieder hinauf und im Laufe von etwa 3 Stunden kam die gesamte Gruppe wieder unter freiem Himmel zusammen, wobei die letzten gerade noch die Sonne untergehen sahen.

Ein erfolgreicher Höhlenausflug den ich in guter Gesellschaft verbracht habe, wobei es mich besonders gefreut hat David und Núria kennenzulernen und die Mallorkanische Núria wiederzutreffen.An Seilen benötigten wir:
  • 1 x 80m (Einstiegsrampe und P 27,5)
  • 1 x 100m (P28, P22 und P13) (sehr knapp)
  • ein paar Meter zur Sicherung eines kleinen Abstiegs, 6m reichen
  • 1 x 70m (P22 und P23) (sehr knapp)
  • 1 x 50m (P 25)
Ausserdem verwendeten wir 100m Seil, um den Abstieg zum Höhleneingang zu sichern, was, wie ich finde, durchaus Sinn macht, denn wenn man auf dem Weg neben dem steilen Abhang ins Rutschen käme wäre man am Ende des Tages wahrscheinlich genauso tot, als wie wenn man im Inneren der Höhle in die Tiefe stürzte. Ob der morsche, tote Baum jedoch beim nächsten Mal auch noch hält bezweifel ich pessimistisch.

Die Fotos habe ich (schlechten Gewissens) Joans Blog entwendet.

Mar 7, 2010

V 40

Ich habe meinen Jetta verschrotten lassen
und mir einen V40 gekauft

Feb 14, 2010

Caminata de la Llum

Mein aufmerksamer Leser wird es wahrscheinlich nicht wissen, doch nahm ich letztes Jahr mit einer Gruppe von Freunden an der Transequia teil. Mit der Transequia eng verbunden ist eine andere Wanderung, die ebenfalls alljährlich durchgeführt wird, um jenen divinen Lichtsstrahl zu zelebrieren, der vor über 600 Jahren die Manresaner von der Willkür des Joches des Bischoffs von Vic erlöste - die Caminada de la Llum - die Lichtwanderung.

Es ist ein bisschen wie mit den olympischen Spielen, nur im Kleinformat. Man begibt sich zum Kloster des Montserrat, dort wird mit der Flamme einer heiligen Kerze eine andere Kerze entzündet, die höchstwahrscheinlich aus nem Chinaladen stammt, und diese wird dann auf Wanderwegen nach Manresa getragen und dabei von einer Vielzahl anderer Wanderer begleitet. Heute waren es derer mehr als 300.
Elisabet hatte Knieprobleme, weshalb ich mich allein auf den Weg zum Manresaner ZOB machte. Dort traf ich mich um 8.30 mit Dani, Àngels, Xevi und Marta und zusammen bestiegen wir einen Bus, der uns zum Montseratiner Kloster fuhr, wo gegen 10.00 Uhr das Entzünden der Kerze stattfand - auch wenn ich dies persönlich nicht sah, da wir noch in der Bar sassen und einen Kaffe tranken.

Um halb 11 gab es dann heisse Schokolade und Kuchen, so dass gegen 11 Uhr die etwa 20km lange Wanderung beginnen konnte. Am Kloster Santa Cecilia vorbei ging es zunächst nach St. Cristófol und von dort durch Wald und über Felder nach Castellgalí. Kurz bevor wir dort ankamen gab es an einem sher schönen Plätzchen belegte Brote, Wein und Kaffee, so dass wir gut gestärkt in die zweite Hälfte der Wanderung gingen.
In Castellgalí kreuzten wir den Fluss Cardaner und jenseits der Manresaner Klär- und Kompostierungsanlage (jedoch diesseits der Mülldeponie) gelangten wir nach Manresa. Die Messe, die etwas später in der Kirche veranstaltet wurde, liess ich ausfallen und begab mich stattdessen direkt zu meinem Auto (das mittlerweile die 200.000km Marke geknackt hat) mit dem ich an nichts Böses denkend flux wieder heim fuhr.